Hin und Her

Washington, D.C. (USA) — Düsseldorf (DE)

Zwei Freundinnen, zwei Zeitzonen, ein Blog

Fashion Blogger & Kolumnist


Feeling grinchy


Hallo ihr Lieben,

dieses Jahr habe ich mich ganz besonders auf Weihnachten gefreut. Ich bin von Anfang Oktober bis Mitte Dezember in Deutschland gewesen um mit Mary Sam’s durchzustarten. Mary und ich haben uns richtig ausgepowert! Wir haben jeden Tag daran gesessen Mary Sam’s aufzubauen und bekannter zu machen. Wochenenden haben nicht existiert und Freizeit sowieso nicht. Es ist viel harte Arbeit aber unsere starke Freundschaft, die zahlreichen coolen Stunden, die wir zusammen verbracht haben und die Lebenserfahrung waren es wert. Nach dieser ersten sehr intensiven Start-up Phase wollten wir uns eine kleine Weihnachtspause gönnen, um im nächsten Jahr frisch durchzustarten.

Ich bin also zurück in die Staaten geflogen. Mein Mann war super happy mich nach so einer langen Zeit wiederzusehen und ich habe mich auch unendlich gefreut. Weihnachten nahte dann auch schon und die Familie reiste aus allen Ecken der USA an. Ich dachte es wird toll, alle mal zusammen unter einem Dach zu haben, bei einem gemütlichen Weihnachtsessen, die Kinder packen die Geschenke aus…das typische Bild, was halt jeder so von Weihnachten hat.

Tja..Pustekuchen! Bei mir ging dieses Jahr alles aber auch wirklich ALLES schief. Die Mietwohnung, die mein Mann für seine Familie ausgesucht hatte, entpuppte sich als Kellerwohnung. Auf den Bildern sah alles super aus, die Vermieterin hatte uns zugesichert, dass dort eine Küche zum Essen vorbereiten und Weihnachtsdeko vorhanden sei. Dementsprechend habe ich in unserer Wohnung dieses Jahr auf Deko verzichtet. Die sogenannte Küche waren jedoch zwei einfache Herdplatten, kein Ofen und die „tolle“ Weihnachtsdeko war ein Tisch – Weihnachtsbäumchen. Wir mussten dann alles stornieren, auf die schnelle neue Hotelzimmer finden, bei uns in der Einzimmerwohnung kochen und verteilt am Tisch, auf dem Sofa und dem Boden mit acht Leuten essen. Ihr könnt euch vorstellen, dass die Gesichter dementsprechend lang waren. Die Bescherung war eher kurz und unspektakulär, denn obwohl ich mich echt angestrengt habe es allen Recht zu machen, Weihnachtsmusik lief und Kerzen angezündet wurden, kam am Ende keine Weihnachtsstimmung mehr auf. Das hat mir das Herz gebrochen.

Mein Fazit dieses Jahr: Weihnachten kann auch mal so richtig verkackt sein. Oftmals, besonders hier in Amerika, macht man aus Weihnachten so ein riesen Ding. Ganz Amerika besucht sich gegenseitig. Die Deko ist over the top. Man verbringt mehrere Tage mit Familienmitgliedern, die man nur zweimal im Jahr sieht und versucht ganz verkrampft sich zu mögen und näher zu kommen. Das dumme ist, dass man sich manchmal SO sehr anstrengt, alles perfekt erscheinen zu lassen, dass man das wichtigste vergisst: nämlich das Beisammensein. Es hätte eigentlich egal sein können, ob wir auf dem Boden oder an einem dekorierten Tisch sitzen, wenn alle einfach nur die Gesellschaft der Anderen geschätzt hätten. Also vergesst nicht ihr Lieben, wenn bei euch auch manchmal alles den Bach runterzugehen scheint, zwingt euch zu einem Lächeln und macht das Beste draus, denn wie meine Oma immer zu sagen pflegt: „Lasst uns fröhlich und dankbar sein, denn so jung kommen wie nie wieder zusammen.“

In diesem Sinne: frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2016 ! Herzliche Grüsse aus Washington, DC.

 

Miss you Mary :*

 

Washington Monument - hinundher - Christmas 2015

Steffi

Steffi

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